eSports - Arena
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Der Begriff E-Sport (elektronischer Sport) bezeichnet das
wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- oder Videospielen im
Mehrspielermodus. Es versteht sich entsprechend der klassischen
Definition als eigene Sportdisziplin, welche sowohl Spielkönnen (Hand-
Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit) als auch taktisches
Verständnis (Spielübersicht, Spielverständnis) erfordert.E-Sport ist längst
ein allgegenwärtiger Begriff und keine Sportart je zuvor erfreute sich
derartiger Beliebtheit und war von solch immensem Wachstum
gekennzeichnet.
Während die Clans in den frühen Jahren des E-Sport noch hauptsächlich
durch einzelne Spieler geprägt wurden (1 on 1 / einer gegen einen),
haben es mittlerweile verschiedene Teams (zum Teil in einer
Vereinsstruktur) geschafft, ihren Namen unabhängig von den Spielern zu
positionieren. Sie definieren sich nicht mehr nur über die Spieler und
haben mit diesen oft ein deutlich professionelleres, teilweise
vertragsgebundenes Verhältnis. Wie in den klassischen größeren
Sportvereinen sind dort auch organisatorische Aufgaben zu erledigen,
die über den Spielbetrieb hinaus gehen und somit auch neue,
vereinsinterne Stellen schaffen: PR-Manager, Webmaster oder einen
Trainer. Die größten Organisationen sind in der Lage, ihren Spielern
Reisen rund um die Welt zu ermöglichen und ihnen Gehälter zu bezahlen,
die durchaus zum Leben ausreichen. Bekannte Teams beschränken ihre
Aktivität zudem nicht nur auf ein Spiel, sondern nutzen ihre geschaffene
Infrastruktur auch für weitere Online-Spiele aus. Die verschiedenen
Spielsparten eines Clans werden dabei oft in sogenannte Squads
unterteilt. Dieses Vorgehen nennt man Multigaming.
Mit dem Beginn der Gelegenheit des Spielens gegeneinander via LAN und
Internet existierten die ersten preisgekrönten Turniere. Bedingt durch eine
rasche Internetakzeptanz in Südkorea sind hier um 1997 die Ursprünge
des Progamings zu finden. Diese schnelle Akzeptanz ist zurückzuführen
auf die Subventionierung von Breitbandanschlüssen und die hohen Zölle
auf Spielkonsolen. Einer der ersten und bekanntesten Progamer ist der
Starcraft-spieler Slayers Boxer aus Südkorea. Wachsende Akzeptanz in
Europa und Nordamerika führte auch hier in die professionelle Richtung.
Der Quake-2-Spieler fatal1ty ist 1998 der erste Progamer aus den USA.
Durch den Erfolg des Spiels Counter-Strike gab es im deutschsprachigen
und skandinavischen Raum eine rapide Erhöhung der Multiplayer-
Spielerzahlen. Es bildeten sich große Ligaverbände, die in Europa nicht
ländergebunden sind, beispielsweise die "Electronic Sports
League"(ESL), welche in ganz Europa eine feste Struktur bildet.
In den folgenden Jahren kam es zu einem kontinuierlichen
Spielerwachstum und dementsprechenden Anstieg bei Preisgeldern. Der
2003 in Deutschland gegründete dt. eSportverband zeigte die
Emanzipation der gesamten Spielerszene. Mit dem höheren Niveau der
Organisation wurde der Wunsch der aktiven Spieler, ihr Hobby zum Beruf
zu machen, stärker. In Europa und Nordamerika bleiben weiterhin Ego-
Shooter wie Unreal Tournament und Counter-Strike vorherrschend, der
schwedische Warcraft III-Progamer Madfrog zeigte, dass auch in Europa
Progaming keine Utopie mehr ist. Madfrog lebte ein halbes Jahr in Korea
alleine zum Zweck des Geldverdienens durch Computerspielen, was
nach der geglückten Premiere sofort Nachahmer fand.
Es gibt 2 TV-Kanäle in Südkorea, die ausschließlich über Starcraft
berichten. Der Professionalitätsgrad reicht in Südkorea bis hin zu
Werksteams, die von Konzernen gesponsert, in einer Spieler-
Wohngemeinschaft bis zu 16 Stunden am Tag trainieren. Aus der
weltweiten Vorreiterrolle 2004 wird Südkorea wohl nur langsam
entweichen, erfolgreiche Spieler genießen dort einen ähnlichen
Stellenwert wie Popstars.
Quelle:Wikipedia
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